Danziger Flughafen mit dem besten Navigationssystem in Polen
Investitionsstatus:
FertigSolche Systeme werden auf den größten europäischen Flughäfen eingesetzt. Sie ermöglichen Starts und Landungen auch bei starkem Nebel und reduzieren auf nahezu null die Anzahl der Flüge, die storniert oder auf andere Flughäfen umgeleitet werden.
Bisher konnten die Flugzeuge bei funktionierendem ILS-System der Kategorie II in Danzig landen, wenn der Nebel die Sicht entlang der Landebahn auf 300 Meter einschränkte. Gleichzeitig musste die Besatzung des Flugzeugs, das sich dem Boden näherte, die Anfluglichter aus einer Höhe von 30 Metern sehen. Ab heute beträgt die minimale Sicht auf der Landebahn nur 75 m, und die Höhe, in der die Flugbesatzung die Anfluglichter sehen muss, ist auf null gefallen.
In Danzig wird seit über 4 Jahren an der Einführung der III ILS-Kategorie gearbeitet. Es war ein Prozess, in dem der Flughafen, die Polnische Flugsicherungsagentur und die Zivilluftfahrtbehörde ihren Beitrag leisten mussten. Der Flughafen hatte die Aufgabe, ein System zur Überprüfung der Position von Flugzeugen und Fahrzeugen zu entwickeln. Gleichzeitig musste die Polnische Flugsicherungsagentur das bestehende ILS-System um eine zusätzliche Antenne erweitern. Beide Parteien vereinbarten in Zusammenarbeit mit der Zivilluftfahrtbehörde Änderungen in den operationellen Verfahren des Flughafens. Anschließend wurde das gesamte System überprüft und getestet, was dazu führte, dass die Zivilluftfahrtbehörde am 21. Januar 2021 schließlich das entsprechende Zertifikat ausstellte.
Die Gesamtkosten für das neue System betrugen fast 7,5 Mio. PLN. Der Flughafen investierte 5,1 Mio. PLN für die Aufrüstung auf Kategorie III B und weitere 340.000 PLN für die MLAT Multilateration Transponder. Die Polnische Flugsicherungsagentur finanzierte die FFM-Antenne (Far Field Monitor) im Wert von 2 Mio. PLN.
Der Flughafen Danzig hat das Niveau des ILS-Systems systematisch angehoben. 1977 wurde am Flughafen die Kategorie ILS I eingeführt, im Jahre 2015 die Kategorie ILS II, und jetzt startet das ILS der höchsten Kategorie III.
Ein Flughafen mit dem modernsten ILS-System in Polen bietet eine nahezu 100%ige Sicherheit und Zuverlässigkeit bei Starts und Landungen. Die Wirksamkeit hängt jedoch auch von der Schulung der Mitarbeiter der Fluggesellschaften und den Charakteristiken ihrer Flugzeuge ab. Die gesamte Flotte und die Besatzungen von Wizz Air sind berechtigt, die Kategorie III B zu nutzen. Bei Ryanair ist es die Kategorie III A. In der polnischen Fluggesellschaft LOT landen Dreamliner in Kategorie III B, während die Maschinen Boeing 738, Embraer 170 und 190 in Kategorie III A und die Bombardier Dh8D in Kategorie II
Jarosław Trzoska, Leiter der Operationellen Abteilung am Flughafen Danzig
Im Rahmen des Projekts zur Anpassung an die ILS Kategorie III B entwickelte und implementierte der Flughafen Danzig Änderungen an den bestehenden LVP-Verfahren (Low Visibility Procedures), die bei schlechten Sichtverhältnissen obligatorisch sind und die Sicherheit von rollenden Flugzeugen gewährleisten sollen. Die Flugbetriebsflächen wurden mit sogenannten Induktionsschleifen ausgestattet, mit denen Fluglotsen am Flughafenturm die Position der Flugzeuge in Echtzeit bestimmen können. Sie wissen auch, wo sich die Flughafenfahrzeuge befinden, können schnell reagieren und sie aus dem Manövrierbereich entfernen, bevor Flugzeuge unter schwierigen Bedingungen zu rollen beginnen, landen oder starten. Die Flugzeuge verwenden bei solchen Operationen, bei minimaler Sicht, die Navigationsbeleuchtung. Damit das gesamte System effizient funktioniert, musste auch eine zusätzliche ILS-Antenne (der sogenannte Fernfeldmonitor der ILS-Richtantenne) in Betrieb genommen werden.